Medienmitteilung – Rückenwind aus Bern für Ostschweizer Verkehrsprojekte – Ständerätliche Kommission gibt Ostschweizer Standesbegehren einstimmig Folge

Montag, 07. September 2026

Im Frühling 2025 schlossen sich die bürgerlichen Parteien und Wirtschafts- sowie Verkehrsverbände aller Ostschweizer Kantone zusammen und forderten mittels Standesbegehrens die rasche Realisierung zentraler Verkehrsprojekte: Die 3. Röhre Rosenbergtunnel inklusive Anschluss Güterbahnhof und die 2. Röhre Fäsenstaubtunnel sollen bereits im nächsten Ausbauschritt wieder aufgenommen werden. Der Zubringer Appenzellerland und die Bodensee-Thurtalstrasse sollen mit erhöhter Priorität berücksichtigt werden. Die zuständige Ständeratskommission hat den Standesbegehren gemäss Kommunikation von letzter Woche einstimmig Folge gegeben. Die Parteien und Verbände nehmen diesen Zwischenerfolg erfreut zur Kenntnis und werden sich bis zum definitiven Entscheid weiterhin geeint auf allen Ebenen für diese Vorhaben einsetzen.

Die Hauptverkehrsachsen in der Ostschweiz sind am Limit. Das ist kein Zufall: Seit 1990 kamen nur
gerade 3,6 Prozent der Investitionen ins Nationalstrassennetz der Ostschweiz zugute. Vor diesem Hintergrund haben sich die bürgerlichen Parteien und Wirtschaftsverbände aller Ostschweizer Kantone im
Frühling 2025 zusammengeschlossen und forderten mittels Standesbegehrens bereits im nächsten
Ausbauschritt die Realisierung der 3. Röhre Rosenbergtunnel inklusive Anschluss Güterbahnhof und
die 2. Röhre Fäsenstaubtunnel. Zudem sollen der Zubringer Appenzellerland und die Bodensee-Thurtalstrasse mit erhöhter Priorität berücksichtigt werden. Dieser Zusammenschluss ist historisch und zeigt, dass es um echte Lösungen für die Bevölkerung und Wirtschaft in den Kantonen St.Gallen, Schaffhausen, Thurgau sowie beiden Appenzell geht.

Rückenwind aus Bern
Nachdem die Vertreterinnen und Vertreter der Ostschweizer Kantonsparlamente die Standesbegehren
im vergangenen Januar der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Ständerats (KVF-S)
präsentiert hatten, gab diese den Begehren nun einstimmig Folge. In ihrer Medienmitteilung von letzter
Woche hält die Kommission – die sich aus Vertreterinnen und Vertreter aller Landesteile zusammensetzt – zudem fest, dass sie «den Stellenwert, den die Verkehrsprojekte für die Verkehrspolitik in den
Ostschweizer Kantonen haben», explizit anerkenne.

Die Ostschweiz zieht weiterhin an einem Strang
Auch wenn die materielle Beurteilung der Verkehrsprojekte erst im Rahmen der Beratung der Bundesratsvorlage «Verkehr ’45» erfolgen wird, ist das einstimmige Folgegeben aus Bundesbern ein starkes Signal. Es zeigt, dass das geschlossene Auftreten der Ostschweiz Wirkung entfaltet. Die Parteien und Verbände nehmen diesen Zwischenschritt erfreut zur Kenntnis und werden sich sowohl bei der weiteren Behandlung der Standesbegehren als auch im Rahmen von «Verkehr ’45» konsequent für die Interessen der Ostschweizer Bevölkerung und Wirtschaft einsetzen.

erstellt am: 07.09.2026 | von: Thomas Pfister | Kategorie(n): Aktuelles